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Kurzkritiken - Waterworld
19.01.2004

Waterworld - James Newton Howard
MCA / 1995
24 Tracks / 68:39 min

Sicher: James Newton Howard hat seinen Score unter Zeitdruck entwickelt und routiniert auf Altbewährtes zurückgegriffen. So erinnern Actionpassagen gerne mal an Outbreak und ruhigere, melodiöse Momente lassen den versierten Hörer Prince of Tides assoziieren. In den ersten dreißig Sekunden schrummelig, kommt der „Main Tile" ab 0:40 mit Ethno-Klangkörper daher, findet aber noch keine richtige Linie. Actionbehaftet geht es weiter in „Escaping The Smokers". Ethno-Percussions, allerlei Blech (u.a. ein freches Horn bei 2:47) und Holzbläser vermögen eine adäquate Stimmung zu verbreiten. Eine weitere nette Action-Passage: „The Skyboat" mit brutalst möglich gespieltem Blech (0:10) und gelegentlich intervenierendem Chor (0:36). Nett treibende Percussion und originell rauf- und runtergeleierte Akkorde machen zwar nicht gerade süchtig, können aber zufrieden stellen. Das gilt auch für andere Action-Cues wie „Helen Frees The Mariner", „Slide For Life", „Deacons speech" und „Gills": Echte, motivische Entwicklung ist nie in Sicht, alles ist untereinander austauschbar und ohne Gesamtkonzept. Ähnliches gilt für die ruhigeren Passagen wie „Swimming", „Prodigal Child" oder „Speargun": Nett, aber weder originell noch dramatisch oder vielfältig. Definitiv hörenswert sind die letzten drei Tracks des Albums. Hier geht es mit gelungener Harmonie und Ruhe zu. Klare Motivik, schöne Streicherläufe erzählen vom „Dryland" und einen Happy End. James Newton Howard hat sich in der wenigen Zeit, die ihm zur Verfügung stand, sicher alle Mühe gegeben.

 

Waterworld ist ein durchschnittlicher Score, der zwar einerseits zu überzeugen vermag, den man aber auch schnell wieder im Regal verschwinden lässt. Die lange Spieldauer das Albums (68:28), die schöne Ausstattung und das gelungene Design verhelfen dem Album zu viereinhalb Sternen.

Oliver M. Strate, 19.01.2004


4.5 von 6 Punkten


Letzte Änderung: 19. 1. 2013 | Webmaster: Jonas Uchtmann | © Layout dieser Website by Adrian Werner & Jonas Uchtmann, 2002–2013.