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Specials - Psycho


Bernard Herrmann
-

Alfred Hitchcocks Film Psycho aus dem Jahre 1960 ist irgendwo zwischen Horror-Film und Psycho-Thriller anzusiedeln. Erzählt wird die Geschichte einer Sekretärin, die sich auf der Flucht befindet, weil sie Geld von ihrem Arbeitgeber gestohlen hat. Nach einer langen Autofahrt muss die übermüdete Diebin im abgelegenen „Bate's Motel" absteigen, was ihr schließlich zum Verhängnis wird, da der Betreiber des Etablissements seelisch krank ist und seinen Gast kurzerhand ermordet...

Eine psychodynamische Betrachtung des Films

Richtig klar wird es nie, dieses Bild, das man von Norman Bates hat. War er das Opfer einer schizophrenogenen Mutter, die ihren Sohn mit einer paradoxen Mischung aus Ablehnung und Überbehütung in den Wahnsinn trieb? Norman bemüht sich, auf verkrampfte Weise „normal" zu erscheinen und zu sein, sich so zu geben wie die Natur ihn geformt hat, und am richtigen Leben teilzunehmen. Aber sobald es dunkel ist, wird das Schauspiel beendet: Dann kann er der sein, zu dem ihn seine Mutter gemacht hat. Es ist verlockend: Alle Menschen schlafen, es herrscht Ruhe. Er hingegen wird wach und realisiert, dass er jetzt „böse" sein darf. Das in sein Über-Ich internalisierte mütterliche Gewissen bricht des Nachts durch und leitet ihn dazu an, sich zu rächen, es anderen gleich zu tun. Die Mutter hat ihn zu einer gespaltenen Persönlichkeit geformt, die einerseits den Wunsch nach Normalität pflegt, aber andererseits nach bestialischer Rache schreit. So sehen wir im Film, wie sich die attraktive Blondine freundlich, ja sogar verführerisch verhält und Norman Bates mit ihr nur zu gerne wie ein normaler Mann verkehren möchte. Auf der anderen Seite steht jedoch der abgrundtiefe Hass gegenüber Frauen und allem, was lebt. Seine Mutter war ihm zwar körperlich nahe, aber emotional so weit weg wie irgend möglich und unecht, ja surreal. Bates und „hates" reimt sich, und auch Norman und „normal" wirkt wie ein freudscher Schreibfehler. „Norman hates": der tagsüber „Normale" hasst und zerstört Leben in der Nacht.

Das Problem „Norman" ist der psychopathologische Sockel für Alfred Hitchcocks meisterlich inszenierten Horrorfilm. Hitchcocks Film basiert auf einem Roman von Robert Bloch, wobei Blochs Roman wiederum auf einen realen Kriminalfall des Serienmörders Ed Gain basiert. Die Ursachen der Nekrophilie sind sicher multifaktoriell, eines jedoch haben alle Täter gemeinsam: eine Mutter, die ihr Kind (oft ein Einzelkind) emotional verwirrt. Man kann modellhaft zwei schizophrenogene Mutter-Typen unterscheiden:

Die altruistische Mutter wird von ihrem Kind als schwach und wehrlos empfunden; ein solches Kind schlägt über die Stränge und demütigt die Mutter. Die (altruistische) Mutter wehrt sich nicht gegen die normalen, auslotenden Tendenzen ihres Kindes und das Kind lernt keine emotionalen Grenzen kennen. Somit ist die Liebe der altruistischen Mutter nur eine scheinbare Liebe, denn das Kind fühlt sich nie ernst genommen, weil es ja doch machen kann, was es will, und wird zwangsläufig psychisch krank. Die Mutter verschanzt sich in einer Opferrolle („Ich habe schon alles versucht", „Ich tue alles für dich,  warum schlägst du mich?") und benutzt ihr Kind, um ihren Altruismus auszutoben. Außenstehende bemitleiden die Mutter, und das Kind ist das personifizierte Böse, weil es niemals weiß, ob es geliebt (d.h. ernstgenommen) oder abgelehnt wird.

Diametral entgegengesetzt – aber mit dem selben Ergebnis – ist die beherrschende und ausbeutende Mutter. Das Kind muss alles für die Mutter tun: Die Bösartigkeit ist - im Gegensatz zur altruistischen Mutter – für Außenstehende ganz offensichtlich. Die Regungen des Kindes werden beschnitten und die Mutter macht sich ihr Kind so zurecht, wie sie es braucht. Fügt sich das Kind nicht den Bedürfnissen der Mutter, folgt die Strafe in Form körperlicher Gewalt, intrigantem Verhalten oder räumlicher Trennung. Das Kind muss den (emotionalen) Bedürfnissen der Mutter immer und zu jeder Zeit nachkommen und „gute Miene zum bösen Spiel machen". In der späteren Entwicklung wird das Gewissen der Mutter verinnerlicht, d.h. das Kind handelt als Erwachsener nach den Regeln der Mutter, hasst diese aber gleichzeitig, weil sich diese Regeln gegen die individuellen Bedürfnisse (z.B. sexuelle Impulse) der eigene Person richten. Diese seelisch zerrissenen Geschöpfe bewegen sich in einem emotionalen Klima, das keine Struktur aufweist, sondern das nur aus einer hochgradig ambivalenten Linie besteht. Kinder, die in einem schizophrenogenen Klima aufwachsen, müssen nicht zwangsläufig Mörder werden (tatsächlich werden es die Wenigsten), aber Serienkiller sind immer auf die beschriebene Weise gestört, d.h. sie reagieren a) emotional entweder gar nicht (bzw. flach) oder sie reagieren b) emotional falsch (z.B. lachen sie, statt zu weinen). Falls noch weitere Krankheitssymptome wie Wahnzustände oder eine Störung des Ich-Erlebens hinzukommen, dann kann man nach DSM-IV von einer Schizophrenie ausgehen. Ist der Frauenmord auch sexuell getönt (mit Orgasmus-Erlebnis) und wird dieser besonders zwanghaft erlebt (wie bei Ed Gain), findet man oft noch eine Schwermetall-Intoxikation am Hypophysen-Vorderlappen (sexuelle Erregbarkeit verändert => Hypersexualität o.ä.), welche unter anderem den Hormonhaushalt verschiebt und überreizt. Soweit also zur Betrachtung der Figur Norman Bates und zu den Ursachen der bösartigen Fixierung auf seine Mutter.

Filmhandlung und Musik

Eine Ambivalenz, wie sie bei Norman zu beobachten ist, findet sich auch - natürlich in wesentlich schwächerer Ausprägung – bei Marion Crane. Dies wird erstmals deutlich, als Marion sich mit ihrem Liebhaber Sam im Stundenhotel unterhält. Hierbei sind zwei Sätze auffällig und ausschlaggebend: „Wenn du das Wort solide sagst, klingt es schon unsolide" und [Sam:] „Vielleicht solltest du dir einen anderen Mann suchen" – [Marion:] „Ich habe auch schon oft dran gedacht". Dieses Bild verstärkt sich beim Zuschauer noch durch ihr berufliches Verhalten: Einerseits ist sie die beliebte Chefsekretärin und andererseits stiehlt sie Ihrem Arbeitgeber einen größeren Geldbetrag und flüchtet mit diesem. Hitchcock – streng katholisch erzogen – sagte über seinen Film, es handele sich um schwarzen Humor. Vielleicht meinte er es religiös: Die katholizistische Ambivalenz lässt Marion sündigen („schwerer Ehebruch") und später, wenn sie versucht ihre Sünde unter der Dusche abzuwaschen, wird sie durch einen „Rache-Engel" unter eben dieser Dusche (statt auf dem Scheiterhaufen) qualvoll mit dem Tode bestraft. Hitchcock sagt insgesamt über einen eventuellen religiösen Einfluss auf seine Arbeiten: „Ich glaube zwar nicht, dass man mich einen katholischen Künstler nennen könnte, aber es kann schon gut sein, dass die Erziehung aus frühesten Kindertagen das Leben eines Mannes beeinflusst und seine Instinkte lenkt." Marion hatte keine Chance: Ihre eigene – gefühlsmäßige – Unstimmigkeit verhinderte das Erkennen von Normans Zerrissenheit. Sie saß in der Falle, egal wie man es auch dreht und wendet! Auch die Musik Herrmanns spiegelt die beschriebene Stimmungslage wieder: Das „Prelude" eröffnet den Film mit (Booklet-Zitat) „nervöser Motivik" die von einem von Streichern vorgetragenen Thema abgelöst wird. Dieses Thema dient als Triebfeder für den emotional gesunden Zuschauer und als Kontrapunkt zu den Ebenen der Motivik. Herrmann legt den Stimmungs-Schwerpunkt der gesamten Komposition auf eine lauernde Anspannung: Normans Mutter kontrolliert ihren Sohn (lauert ihm auf), während dieser tagsüber seine Gefühle kontrolliert und nach einem Opfer späht, das er nachts ermorden kann.

„The City" klingt wie frustriert: In Phönix (Arizona), der klimatologisch heißesten Stadt der Vereinigten Staaten, trifft sich das Liebespaar zum verbotenen Liebesspiel. Der kurzen Leidenschaft folgt der Trennungsschmerz, ist der Liebhaber doch gebunden und muss seine Geliebte verleugnen. Den Frust gepaart mit Verzweiflung realisiert Herrmann mit einem erweitertem Streichorchester, mit Violinen, Violen, Violoncelli und hintergründigem Kontrabass-Spiel (herrmannesk verwobene Glissandi und Tremoli). Exteme Lagen polarisieren die Stimmung, Hohes bringt den Frust zum Ausdruck, das Tiefe die Verzweiflung, siehe auch „Marion" und „Marion and Sam". Wenn Norman Bates zum ersten Mal ins Spiel kommt, erklingt keinerlei Musik. Dem Spezialisten fällt (in der deutschen Fassung) eine leise, hechelnde Diktion auf. Man hat das Gefühl, er sei aus der Puste oder er atme zu flach. Hinzu gesellt sich eine gehetzt-stotternde Sprechweise und gelegentliche (fast schon komisch wirkende) Falsch-Intonationen; eine fantastische
Synchronisation!

In anderen Besprechungen wird gerne gesagt, Norman sei schüchtern, doch Mitnichten! Schüchternheit hat etwas Warmes, Zwischenmenschliches. Normans Verhalten ist das Ergebnis tief sitzender Unsicherheiten und sozialer Ängste. Depersonalisiert und ohne echtes Ich-Erleben, ist das soziale Miteinander für ihn wie ein Blindflug, der ihn verrückt werden lässt. Herrmanns Musik kommt erneut zum Einsatz, wenn Marion ihr zugewiesenes Hotelzimmer sondiert und sich mit ihrer Beute (dem gestohlenen Geld) beschäftigt. Wieder nur das Streicherorchester: Cello-Spiel, das Nachdenklichkeit vermittelt, muss Marion doch zunächst einmal mit ihrer Straftat fertig werden und ein Versteck für die Beute finden. Im weiteren Verlauf sehen wir, wie sie ein Gespräch zwischen Noman und seiner Mutter mit anhört – eine wichtige Szene: die Musik erinnert an das Thema aus „The City" und weiht den Zuschauer in die sexuellen Ansichten der Mutter ein: „Nein, das verbiet ich dir, verstanden? Wie denkst du dir das? Junge Mädchen in mein Haus zu bringen, zum Essen ... Vielleicht noch bei Kerzenlicht oder bei roter Beleuchtung!? [...] Und was gibt's zum Nachtisch? Leise Musik, zärtliches Geflüster? [...] Man liest doch immer wieder von diesen Weibern die sich auf den Landstrassen herumtreiben [...] Das kann ich mir denken, dass sie Appetit hat, aber mehr auf meinen Sohn als auf ein Stück Brot. Mich widert es auch an, von diesem Schmutz zu sprechen." Die Mutter projiziert ihre sexuellen Probleme auf Marion Crane, um diese (Probleme) abzuwehren: 

  • „diese Weiber",
  • „Rotes Licht", d.i. die Periode der Frau („Mich widert es an"),
  • „Junges Mädchen" steht für Jungfräulichkeit, die prämatrimonial erhalten werden muss.

Im Klartext: Frauen müssen vor der Ehe jungfräulich sein und nach der Ehe ihr Sexualleben ablehnen. So vermittelt die Mutter ihrem Sohn ein schlechtes Frauenbild und eine falsche sexuelle Einstellung. Norman Bates muss, wie weiter oben schon angerissen, gleichzeitig die verinnerlichten Spielregeln der Mutter und seine eigenen (sexuellen) Bedürfnisse in Einklang bringen, was natürlich unmöglich ist. Er liebt seine Mutter abgöttisch (sie ist seine erste und einzige Bezugsperson!) und muss gleichzeitig Frauen („diese Weiber!") hassen, wobei seine Mutter doch auch eine Frau ist; diese Spirale kann nur in einer Tragödie enden. Interessantes Detail: „Brot" steht für den „Leib Christi" und ist ein weiteres Puzzlestück des christlichen Sprachcodes, den die Mutter pflegt.

Die nächste wesentliche Szene ist die berühmte – siebzigmal gedrehte – Duschszene. Der Zuschauer sieht die Ausstattung der Duschkabine: Ein kühler linearer Bildschnitt, sachlich und angsteinflößend, so lernt man die engen Grenzen der Kabine kennen. Hier wird es geschehen. Flucht ist nicht möglich. Wie vor einer geplanten Hinrichtung. Norman Bates öffnet den Vorhang und ermordet Marion Crane. Interessant sind die räumlichen Verhältnisse: Der Mörder erscheint schemenhaft und wirkt weit entfernt von der Duschkabine. Aus Angst, sich an der nassen, gefährlichen Frau schmutzig zu machen, wahrt Norman den körperlichen Abstand und tötet sie mit der größtmöglichen räumlichen Distanz. Ein weiteres Bild, das sich dem Zuschauer aufdrängt, ist die sogenannte
„Insekten-Metapher": Marion Crane ist ein gefährliches Insekt, mit großen, dunklen und aufgerissenen Augen, offenem Mund und nassen Haaren wirkt sie wie ein gefährliches Insekt, das zermatscht werden muss; Norman ist symbolisch der Insektophobiker.

Der Bildschnitt sieht rigide und ruckelig aus, als ob jemand einer flinken Fliege hinterher fuchtelt um sie zu beseitigen. Norman hat Angst vor Kleingetier: Mit „drei Meter langen Armen" und weggespreiztem Körper schlägt Norman auf das bizarre Wesen ein, um es unschädlich zu machen. Auch die Musik von Herrmann ist kongenial: Die ersten Violinen treten mir drei extrem hohen Martelé-Stößen hinzu, während die zweiten Violinen und die Violen im tiefen Register antworten. Der zweite Teil ist eine Wiederholung der ersten 8 Takte mit zusätzlichen Glissandi. Eine dunkle Coda erklingt, als Marion stirbt. Dieser Track ist die einzige Stelle der Partitur, in der keine Dämpfungstechniken (durch angedeutete Flageoletts etc.) verwendet werden. Nach dem Mord schaltet sich wieder Hitchcocks schwarzer Humor ein: Die Kamera schwenkt herum und fängt unter anderem eine „Kerze" ein, die neben dem gestohlenen Geld liegt! Doch „was nutzt alles Geld, wenn man eine Sünderin ist?" – die Kerze ist ein weiteres Symbol nach der Hinrichtung. Nach der Reinigung des Bades (Norman wirkt hier diszipliniert, ja routiniert) sieht man abschließend zwei gerahmte Fotos von ausgestopften Vögeln, gefolgt von der auf dem Nachttisch liegenden Beute (diese wurde vom Mörder übersehen). Untermalt wird diese Szene von „Clean Up". So perfekt Norman alles versucht zu vertuschen (durch das Säubern des Bades), so unsicher und unvorbereitet ist er in Gesellschaft von Menschen (er lebt in großer Einsamkeit). Genau so ist es auch beim Besuch des Detektivs Abogast: Norman verrät sich durch seine Unkonzentriertheit und ist gezwungen, auch den Detektiv auszuschalten. Das Publikum beobachtet eine gute halbe Stunde in voyeuristischer Manier, wie Norman Bates sich in Widersprüche verwickelt und letzten Endes entlarvt wird. Ein weiterer Schock-Moment ist der Schluss, in dem sich herausstellt, dass Norman seine tote Mutter konserviert hat (wie auch seine Tiere). Durch entsprechende Beleuchtung (die Kellerlampe baumelt an der Decke) wird die mumifizierte Mutter entsprechend in Szene gesetzt, als wäre sie lebendig und in der Tat: Sie lebt in ihrem schizophrenen Sohn weiter.

Der Schluss ist in Hollywood-Manier etwas überzogen: Der Psychiater erzählt uns, Norman sei „gespalten" und repräsentiere im Moment seine Mutter. Solche gespaltenen Persönlichkeiten gibt es nicht, sie sind literarischer Nonesense. Im Grunde handelt Psycho nur von banaler katholizistischer Ambivalenz, wie wir ihr im ganz normalen Alltag (wenngleich in milderer Form) täglich begegnen; Hitchcock ist der ungeschlagene Meister des pechschwarzen Humors – quod erat demonstrandum!

Unser Dank gilt Dipl. Psychologe Dr. Oliver Walter für einige wichtige differenzial-diagnostische Hinweise.


________________________

Donald Spoto *Alfred Hitchcock. Die dunkle Seite des Genies.
Erich Fromm * Anatomie der menschlichen Destruktivität
Alice Miller * Am Anfang war Erziehung
Alexander Lowen * Liebe und Orgasmus
Schizophrenie * Springer-Lehrbuch
Psychiatrie * Springer-Lehrbuch
Max Daunderer * Handbuch der Umweltgifte

 
http://www.verhaltenswissenschaft.de
http://www.alfred-hitchcock.de/film/details.php?ID=52
http://www.wordiq.com/definition/Alfred_Hitchcock

Oliver M. Strate, 20.08.2004


Details zum Soundtrack

I.Der Film

Casting:
4 von 6 Punkten
Drehbuch:
5 von 6 Punkten
Ausstattung:
4 von 6 Punkten
Anspruch:
4 von 6 Punkten
Unterhaltung:
5 von 6 Punkten


II. Die Musik

5 von 6 Punkten


III. Die Alben

-CD-

Spielzeit:
5 von 6 Punkten
Klangqualität:
5 von 6 Punkten
Schnitt:
4 von 6 Punkten
Begleittxexte:
5 von 6 Punkten

Unterhaltung:
4 von 6 Punkten
Anspruch:
5 von 6 Punkten


Letzte Änderung: 08.02.2010 | Webmaster: Jonas Uchtmann | © Layout dieser Website by Adrian Werner & Jonas Uchtmann, 2002–2010.